Wir haben den ältesten im Einsatz befindlichen Kran von Konecranes gefunden – und er funktioniert immer noch perfekt
Wir haben uns auf die Suche nach dem ältesten in Betrieb befindlichen Konecranes Kran gemacht und wurden in der finnischen Hafenstadt Rauma fündig. Der Kran vom Modell K141 wurde 1938 für ein Sägewerk vor Ort gebaut. Dies ist die Geschichte über einen Kran, der sich in verschiedenen Zeiten bewährt hat.
Er gleitet reibungslos auf den Schienen, die an der Deckenkonstruktion des Lagers montiert sind, in dem wir stehen. „Am Klang ist zu erkennen, dass er nicht mehr ganz neu ist“, merkt Konecranes Servicemitarbeiter Harri Huuki mit einem Lächeln an, während er die große Maschine mit einem Tastendruck auf dem kabelgebundenen Hängetaster bedient.
Es ist ein heißer Frühsommertag in Rauma, einer Hafenstadt am Bottnischen Meerbusen in Westfinnland. Die Sonne strahlt durch die großen Fenster eines Lagers des Energieunternehmens Rauman Biovoima Ltd., welches sich in einem Industriegebiet befindet. Es wird von UPM verwaltet, einem Unternehmen, das sich auf die Produktion nachhaltiger und innovativer forstbasierter Produkte spezialisiert hat.
Die Tatsache, dass der Brückenkran K141 nicht „brandneu“ ist, ist genau der Grund, warum wir hier sind. Er ist seit 1938 in Betrieb und nach unseren Erkenntnissen der älteste Konecranes Kran, der noch im Einsatz ist. (Aber wenn Sie dies lesen und einen noch älteren Kran kennen, lassen Sie uns das bitte wissen!)
„Er wird nicht immer genutzt“, sagt Geschäftsführer Timo Pitkänen, einer unserer Gastgeber bei Rauman Biovoima, „aber wir würden nicht ohne ihn auskommen.“
Der erste Einsatzort des K141 war ein Kraftwerk, in dem Holzabfälle verbrannt wurden und das Strom für das umliegende Werk und die Stadt erzeugte. Bild: Zentralarchiv UPM.
K141 ist betriebsbereit!
In den 1930er-Jahren, als der K141 gebaut wurde, konnte man Bing Crosby und Ella Fitzgerald im Radio hören und Spencer Tracy und Olivia de Havilland in den Kinos sehen. In Rauma, das bekannt ist für seine malerischen Altstadtviertel, die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehören, florierte die Zellstoffproduktion. Die Stadt war während ihrer gesamten industriellen Geschichte eng mit der Papier- und Schifffahrtsindustrie verbunden.
Der erste Einsatzort des K141 war ein Kraftwerk, in dem Holzabfälle verbrannt wurden und das Strom für das umliegende Werk und die Stadt erzeugte. Der Kran, der 25 Tonnen heben konnte, wurde zum Anheben der in der Energieerzeugung verwendeten Teile von Dampfturbinen verwendet. „Krane für Turbinenhallen haben in der Regel eine große maximale Tragfähigkeit und müssen sich sehr präzise bewegen. Sie sind für die Montage, Wartung und Demontage von Turbinen unerlässlich“, sagt Huuki.
Der K141 wurde fünf Jahrzehnte lang in der Turbinenhalle eingesetzt, und seine Arbeit dort endete erst mit der Stilllegung des Kraftwerks.
Doch das ist nicht das Ende der Geschichte. „Nach etwa 25 Jahren Stillstand wurde er 2006 mithilfe von Ersatzteilen eines anderen Konecranes Krans modernisiert“, erklärt Huuki.
Modernisiert und neu belebt, arbeitet er seitdem unermüdlich in dem Lager, wo wir ihn an diesem sonnigen Tag antreffen.
Die digitale Revolution
Im Laufe der Jahrzehnte und der Lebensdauer des K141 haben sich der UPM-Werksstandort, die Stadt und die Welt verändert. Eine Person, die die Veränderungen parallel zum K141 miterlebt hat, ist Jari Toivonen, ein pensionierter Elektromeister, der von den frühen 1970er-Jahren bis 2014 auf dem Werksgelände gearbeitet hat und uns während des Besuchs begleitet.
Auf die Frage, wie viel sich verändert hat, verweist Jari auf sein Smartphone. „Als ich anfing, gab es weniger Störungen über das Telefon“, sagt er in dem markanten Dialekt, den man in Rauma spricht und für den die Stadt auch bekannt ist, und verweist auf die ständigen Anrufe und Benachrichtigungen, die wir heute erhalten.
Als er als junger Elektriker anfing, waren die Arbeitsweisen anders. „Wir hatten damals eine Art Ampelsystem. An der Wand waren Lampen zu sehen, die jeweils aufleuchteten. Und wenn es deine Lampe war, bedeutete das, dass ein Anruf auf dich im Büro wartete.“
Pitkänen, der ehemalige Kollege von Jari Toivonen, bringt die digitale Revolution in einen branchenweiten Kontext. „Sie war der größte Game Changer. Die Digitalisierung hat die Nachfrage nach bestimmten Papiersorten deutlich verringert.“
„Heute produziert das UPM-Werk mit zwei hochmodernen Papiermaschinen beschichtetes Zeitschriftenpapier und Flusenzellstoff für die Produktion von Hygiene- und Tischprodukten“, sagt Pitkänen.
Timo Pitkänen, Jari Toivanen und Marko Mäkinen zeigen den alten Kran in seiner Einsatzumgebung, einem Lager.
Die Entwicklung der Krantechnologie
Seit dem Beginn des 20. Jahrhunderts haben sich natürlich auch die Krantechnologien deutlich weiterentwickelt. Viele dieser Fortschritte stehen in einem Zusammenhang mit der Digitalisierung, die die Energieeffizienz steigert und ein besseres Materialmanagement ermöglicht.
„Heute können unsere Krane bis zu 1.200 Tonnen Material anheben. Im Vergleich dazu hat der K141 aus dem Jahr 1938 eine Hubkapazität von 25 Tonnen“, sagt Huuki von Konecranes.
„Die modernen Krane nutzen auch fortschrittliche Technologien, sodass einige von ihnen auch autonom arbeiten können, und verfügen über Software, die unseren Kunden hilft, alle ihre Materialumschlaglösungen besser auszunutzen.“
Im Lager des Kraftwerks Rauman Biovoima trifft Neues auf Altes, als Huuki eine Palette an den K141 hakt und den Hebevorgang mit dem Hängetaster startet. Mit Leichtigkeit geht es nach oben – er funktioniert einfach immer noch perfekt.
Sind Sie auf der Suche nach einem langlebigen, modernen Kran speziell für die Forstwirtschaft oder Papierindustrie? Hier werden Sie fündig:
Forstwirtschaft und Papierindustrie | Konecranes Deutschland
Zielorientierte technische Kranlösungen und bewährte Ergebnisse | Konecranes Deutschland